Schützentag anstatt Schützenfest

Eigentlich feiert die St. Sebastianus-Bruderschaft Neersen traditionell Anfang Juli das Heimat- und Schützenfest. In diesem Jahr fällt dies – wie bei den anderen Schützengemeinschaften – wegen der Corona-Pandemie aus. Damit die Schützen der Bruderschaft aber nicht ganz auf eine Zusammenkunft verzichten müssen,veranstalten die St. Sebastianer auf dem Außengelände des Wahlefeldsaales am Minoeritenplatz am „planmäßigen“ Schützenfestsonntag, dem 5. Juli, einen Schützentag.

Mit einem gemeinsamen Schützen-Gottesdienst beginnt der Tag um 10 Uhr. Präses Pastor Markus Poltermann  wird mit den Königshäusern der St. Sebastianus-Bruderschaft Neersen und den Besuchern/Innen die Messe feiern. In der Schützenmesse soll besonders den verstorbenen Mitgliedern gedacht werden.

Am Eingang werden Teilnehmerlisten ausgelegt. Es sind Stuhlreihen vorgesehen. Die vorgeschriebenen Abstands- und Hygieneregelungen sind einzuhalten. Die Gottesdienstbesucher werden deshalb darauf hingewiesen, dass eine Mund-Schutz-Maske zu tragen ist.

Nach der Messe findet um 11.15 Uhr - ebenfalls draußen vor dem Bruderschaftshaus - eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt. Der Vorstand wird über das erste Halbjahr im Corona-Jahr 2020 und die Aussichten für das 2. Halbjahr berichten. Ein neuer Geschäftsführer Wahlefeldsaal ist für den Vorstand zu wählen. Verdiente Mitglieder und Gruppen sollen geehrt werden.

„Liebe Schützenschwestern und Schützenbrüder, wir wollen an diesem Tag unser Brauchtum, unsere Gemeinschaft und unsere Zusammengehörigkeit pflegen und Freude für die Bewältigung der Corona-Situation tanken“, schreiben Präsident Dr. Robert Brintrup und 1. Brudermeister Alex Schaath in der Einladung an die Bruderschaftsmitglieder.

Die Mitglieder werden im Übrigen um die Unterstützung der diesjährigen Spendenaktion der Königshäuser der Bruderschaft gebeten. Die ist für die drei Neersener Kindergärten bestimmt.
Hiermit soll die Anschaffung neuer Spielgeräte unterstützt und gleichzeitig ein Beitrag zur Finanzierung der besonderen Ausgaben der Kindergräten geleistet werden.

Spende für die Caritas

Im September letzten Jahres veranstalteten die drei Neersener Schützenvereine, die St. Konrad Schützengilde Grenzweg, der Schützenvereines Klein Jerusalem 1854 e.V. und die St. Sebastianus Bruderschaft 1802 Neersen e.V. zum ersten Mal unter dem Motto "Gemeinsam fur Neersen" ein Herbstfest im Festzelt an der Kapelle Klein Jerusalem.
 
Der Erlös aus diesem gemeinsamen Fest wurde nun im Rahmen des Pfarrcafes an die Pfarrcaritas St. Maria Neersen gespendet. Die drei Vorsitzenden übergaben den Scheck in Höhe von € 1.500 an die Leitung der Caritas.
 
Am 11. September soll die 2. Auflage des Herbstfestes an der Kapelle stattfinden. Die anwesenden Neersener Bürgerinnen und Bürger nahmen diese Einladung gern entgegen.

Viel Beifall für die neuen Königshäuser

Beste Stimmung herrschte beim traditionellen Wurstessen der St. Sebastianus-Bruderschaft, bei dem die Krönung der Jungschützenkönigin Valeska Busch und des Schützenkönigs Dennis Stelzer den Höhepunkt bildeten. Mit großem Applaus der Schützenfamilie wurden sie im Bruderhaus Wahlefeldsaal ins Amt eingeführt. Präses Pastor Markus Poltermann und Präsident Dr. Robert Brintrup übergaben die Königsketten an die stolzen Regenten.

Der 28jährige Schützenkönig drehte gekonnt auf der Tanzfläche die ersten Runden. „Herzbeben“ hatte er für seine Partnerin und sich ausgesucht – ob diese Wahl etwas mit der natürlichen Aufregung zur Krönung zu tun hatte – es ist nicht bekannt. Auf jeden Fall feierte er ausgelassen – mit seinen Ministern und besten Freunden - Simon Höpfner und Maik Lorkowski – und den Kameraden des Königszuges „Junge Jäger“ und des Wachzuges „Schwarzröcke“. Zum zweiten Mal stellt der Jägerzug den Schützenkönig. Dessen Bruder Steven fungiert als Königsoffizier. Er fehlte wegen seines Australienaufenthaltes, wurde aber per Videobotschaft über den Verlauf des Krönungsabends gut und ausführlich unterrichtet. Rechtzeitig zum Neersener Schützenfest wird der Königsoffizier natürlich auch dabei sein.

„Ich fühle mich geehrt das Königssilber tragen zu dürfen“, verkündete Dennis Stelzer und wünschte allen Schützinnen und Schützen mit seinem Königshaus ein wunderschönes Jahr.

Mit sichtbarer Freude tanzte auch die Jungschützenkönigin mit ihrem Königsoffizier Marvin Nieendick auf dem Parkett. „Atemlos“ hieß nur der ausgewählte Song, denn das Quartett – zu dem noch die Ministerinnen Dunja Stolarski und Karolinie Busch zählen – zeigte sich auch bei der anschließenden Nachfeier noch konditionsstark.

Ein „Prosit der Gemütlichkeit“ sangen die Mitglieder der Bruderschaft und die Gäste oft und ganz besonders lautstark bei der 1. Sektpause für die Königsteams. Unter den fröhlich Feiernden waren auch die Königshäuser von Klein-Jerusalem und Anrath

Mit einem Präsentiermarsch zog vor der Inthronisierung das 2019er Königshaus mit Anika Kloeters und Jungschützenkönig Joshua Schälich noch einmal auf die Bühne. „Bei mir sind keine Wünsche übrig geblieben“, sein Rückblick auf ein tolles Jahr zurück.

Das Königshaus habe Pforten geöffnet für mehr Präsenz der Damen in der Bruderschaft. Sie seien glänzende Botschafter gewesen, so das Kompliment des Präsidenten Dr. Brintrup an das Damenkönigshaus. Kloeters selbst wiederum dankte den Schützen, dass sie die 1. Königin der Bruderschaft sein durfte und für die große Unterstützung in einem sehr emotionalen Jahr, geprägt von spürbarer Herzlichkeit.

Langanhaltenden Beifall gab es auch für das Bruderschaftsmitglied Leo Ilski. Der 70jährige wurde in Anerkennung seiner Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt. Mit Tränen in den Augen nahm er die Urkunde vom 1. Brudermeister Alex Schaath entgegen. Der Präses dankte dem Zugführer vom Offizierzug Gut Schluck '66 für den engagierten Einsatz im Stillen. Ilski ist seit 60 Jahren Mitglied. 1979 stand er als Schützenkönig an der Spitze, zweimal übernahm er das Ministeramt.

Unser Motto in der Bruderschaft: Für Glaube, Sitte und Heimat
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